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Kommt die Rentenversicherungspflicht für alle?

18. Juli, 2016

Aktuellen Medienberichten zufolge haben sich die Unionsparteien auf ein gemeinsames Ziel in der Rentenpolitik geeinigt. CDU und CSU ziehen gemeinsam in Erwägung, eine allgemeine Rentenversicherungspflicht für alle Bürger einzuführen. Auf ein gemeinsames Konzept scheinen sich die beiden Schwesterparteien noch nicht geeinigt zu haben. In Betracht kommen zwei unterschiedliche Modelle.


Mögliche Modelle für Rentenversicherungspflicht

Derzeit gibt es zwei Modelle für eine mögliche Rentenversicherungspflicht, die diskutiert werden:

  1. Alle Bürger, auch Selbstständige, könnten künftig versicherungspflichtig in der Deutschen Rentenversicherung Bund werden.
  2. Alle Personen, die bislang nicht der Versicherungspflicht in der gesetzlichen Rentenversicherung unterliegen, müssen künftig nachweislich armutssicher für das Alter vorsorgen. Für welche Art und Weise der Altersvorsorge sich die Betroffenen entscheiden, bleibt ihnen selbst überlassen.

Das zweite Modell entspräche in etwa der aktuellen in Deutschland gültigen Pflicht zur Krankenversicherung. So wie inzwischen jede Person verpflichtet ist, sich gesetzlich oder privat für den Krankheitsfall abzusichern, könnte künftig also auch die Pflicht bestehen, sich in der gesetzlichen oder einer privaten Rentenversicherung für das Alter abzusichern. Ginge es nach dem Willen der Unionsparteien käme die Rentenversicherungspflicht insbesondere für Selbstständige auf jeden Fall. Bislang verfolgen beide Parteien jedoch noch keine gemeinsame Linie auf welche Weise eine solche Pflicht kommen könnte.


Viele Selbstständige im Alter arm

Bislang besteht mit einigen Ausnahmen insbesondere für sozialversicherungsfreie Selbstständige in Deutschland keine Rentenversicherungspflicht. Das bedeutet: Bislang ist es Selbstständigen freigestellt, ob und auf welche Weise sie für das Alter vorsorgen. Wahlmöglichkeiten bestehen vor allem zwischen:

  • Freiwilliger gesetzlicher Rentenversicherung
  • Privater Altersvorsorge
  • Individuelles Sparen für das Alter

Vielen Selbstständigen gelingt es auf diese Weise jedoch nicht, ausreichend für das Alter vorzusorgen. Das hat zur Folge, dass zahlreiche Selbstständige am Ende ihres Erwerbslebens auf staatliche Unterstützung, oft in Form der Grundabsicherung angewiesen sind.