25.11.2020: Bundessozialgericht kippt SV-Freiheit für Gesellschafter / Geschäftsführer Alle Informationen

Kostenlose Beratung:

0800 444 000 9

Mo bis Do von 09.00 bis 18.00 Uhr, Fr von 09.00 bis 16.00 Uhr

Sind Sie sozialversicherungsfrei oder -pflichtig?

Sie sind?
Sie sind?
Ihr Unternehmen ist?
Ihr Unternehmen ist?
Zahlen Sie derzeit Sozialversicherungsbeiträge?
Wie sind Sie derzeit versichert?
Wie viele Geschäftsführer gibt es im Unternehmen?
Wieviele Anteile haben Sie im Unternehmen?
Wie hoch ist Ihr aktuelles Brutto-Gehalt im Unternehmen?
Welche der Punkte sind zutreffend?
  • Allgemeine Informationen
  • Feststellungsbescheid erhalten / widersprechen
  • Betriebsprüfung
  • Überprüfung des SV Status
Bitte haben Sie einen Augenblick Geduld ...

Wir prüfen Ihren SV-Status.

Jetzt Auswertung erhalten
Home » Sozialversicherungsstatus von (Fremd-)Geschäftsführern

Sozialversicherungsstatus von (Fremd-)Geschäftsführern

24. April, 2015

Die Beurteilung des Sozialversicherungsstatus von Geschäftsführern in Gesellschaften (GmbH) sorgt immer wieder für Unklarheiten und führt häufig zu Problemen. Oft in Form von Beitragsnachforderungen oder Leistungsverweigerung der Sozialversicherungen im Bedarfsfall. Doch dann ist es meistens schon zu spät. Damit es gar nicht erst so weit kommt, sollten gerade Geschäftsführer einer GmbH ihren Sozialversicherungsstatus frühzeitig verbindlich prüfen lassen.

Eine große Rolle bei der Klärung der Sozialversicherungspflicht spielt die Frage, ob und in welchem Maße der Geschäftsführer selber an der Gesellschaft beteiligt ist. Zu unterschieden ist daher zuerst einmal, ob der betreffende Geschäftsführer:

  • An der Gesellschaft beteiligt ist (Gesellschafter-Geschäftsführer)
  • Nicht an der Gesellschaft beteiligt ist (Fremd-Geschäftsführer)

Handelt es sich beim Geschäftsführer um einen Fremdgeschäftsführer ohne Beteiligung an der Gesellschaft, liegt in der Regel Sozialversicherungspflicht vor. Fremdgeschäftsführer einer GmbH gelten zwar arbeitsrechtlich nicht als Arbeitnehmer, im Sinne des Sozialversicherungsrechtes liegt dennoch ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis vor. Ein entsprechendes Grundsatzurteil hat das Bundessozialgericht bereits 1973 gefällt.

Sonderfall Familien-GmbH

Etwas anders können die Dinge gelagert sein, wenn ein Familienunternehmen einen Familienangehörigen ohne Gesellschafter-Beteiligung in der Familien-GmbH als Geschäftsführer beschäftigt. In diesem Fall wurde lange Zeit die familienhafte Rücksichtnahme, die bei einer solchen Konstellation anzunehmen ist, mitunter als Begründung für eine Sozialversicherungsfreiheit herangezogen. In der jüngeren Vergangenheit ist die Rechtsprechung von diesem Vorgehen jedoch abgerückt. Entscheidend ist daher vor allem nur noch, welche Mitbestimmungsmöglichkeiten vertraglich geregelt sind.

Mit eindeutigem Vertrag und Statusfeststellungsverfahren verbindlich für Klarheit sorgen

Trotz der vergleichsweise eindeutigen Regelungen zum Sozialversicherungsstatus von Fremdgeschäftsführern kann es aufgrund bestimmter individueller Regelungen und Vereinbarungen im Einzelfall immer wieder zu abweichenden Beurteilungen des Sozialversicherungsstatus kommen. Um im Sinne aller Beteiligten für klare Verhältnisse und Rechtssicherheit zu sorgen, sollten grundsätzlich immer zwei Dinge getan werden:

  1. Mit einer klaren Gestaltung des Gesellschafter- und Geschäftsführervertrages für eindeutige Verhältnisse sorgen
  2. Den Sozialversicherungsstatus in einem Statusfeststellungsverfahren verbindlich prüfen und festlegen lassen

Statusfeststellungsverfahren nach § 7a SGB IV

Ein Statusfeststellungsverfahren nach § 7a SGB IV kann grundsätzlich auf zwei unterschiedliche Weisen durchgeführt werden:

  1. obligatorisch
  2. fakultativ

Die beiden Verfahren unterscheiden sich lediglich darin, ob das Verfahren:

  • von Amts wegen (obligatorisch) oder
  • auf Antrag (fakultativ)

eingeleitet wird. Für die Durchführung des Statusfeststellungsverfahrens ist in den überwiegenden Fällen die Clearingstelle der Deutschen Rentenversicherung Bund zuständig.

Obligatorisch wird ein Statusfeststellungsverfahren insbesondere bei der Neuanmeldung von Beschäftigungsverhältnissen mit mitarbeitenden Abkömmlingen oder Ehepartnern sowie mit Gesellschaftergeschäftsführern durchgeführt. In allen anderen Fällen muss zur verbindlichen Prüfung des Sozialversicherungsstatus ein entsprechendes Verfahren beantragt werden.

Professionelle Beratung von Anfang an

Sowohl bei der Gestaltung von Geschäftsführungsverträgen als auch bei der Beantragung und Durchführung eines Statusfeststellungsverfahrens ist eine professionelle Beratung und Unterstützung unerlässlich. Insbesondere, wenn es darum geht, einen bestimmten Sozialversicherungsstatus zu erwirken oder bei anstehenden Veränderungen auch dauerhaft zu wahren.

Wenden Sie sich daher bei allen Belangen rund um das Thema Sozialversicherungspflicht und Statusfeststellungsverfahren an pro votum. Wir helfen Ihnen dabei, das für Sie beste Resultat zu erzielen. Dazu arbeiten wir mit zahlreichen erfahrenen Experten aus den Bereichen Steuern, Recht und Verwaltung zusammen. Wir beraten und unterstützen Sie und setzen im Bedarfsfall Ihre Interessen auch vor Gericht durch.